Dorfgemeinschaftshaus

Ein Schmuckstück in der Mitte des Dorfes. Von der Idee bis zur Fertigstellung.

In allen Kulturen dieser Welt gab und gibt es ein Urbedürfnis bei den Menschen. Einen Ort, an dem man sich trifft.

Ein Platz, wo man bei Wärme und in Geborgenheit als Gemeinschaft zusammensitzen kann. Um sich zu unterhalten, zu feiern oder einfach nur ein Ort, der einem das Gefühl gibt, zu einer Gemeinschaft zu gehören.

In der Steinzeit waren das Höhlen. In alten Kulturen gab es bereits Gemeinschaftshäuser.

Heute gibt es Projekte zu Soziokulturellen Infrastrukturen in Dörfern. Mit dem Hintergrund der sich wandelnden Ansprüche hinsichtlich der demografischen Entwicklung.

Gemeinschaftshäuser sollen der Kommunikation der Bewohner über verwandt- bzw. nachbarschaftliche Verhältnisse hinaus dienen. Sie sollen zur Festigung der Dorfgemeinschaft beitragen und sie sollen das dörfliche Gemeinschaftsleben bzw. die Dorfkultur wirksam beeinflussen.

Auch in Hürin gab es seit längerem den Wunsch, ein Dorfgemeinschaftshaus zu bauen. Nachdem die ersten Pläne erstellt waren und die Finanzierung in "trockenen Tüchern" war, wurde bei einem Dorfgemeinschaftsabend abgestimmt. Nach der Zustimmung durch die Mitglieder konnte das Vorhaben gestartet werden.

Nachdem die Genehmigung vorlag, wurde durch die Dorfgemeinschaft unverzüglich mit den Arbeiten begonnen. Freitag, den 01.Juli 2011 wurde die Bodenplatte gegossen. Nachdem der Rohbau stand, konnte man schon erkennen, dass das eine richtig schöne "Hütte" wird.

Am 05.11.2011 feierten wir das Richtfest. Während die einen schon das Bier kühlten, deckten fleissige Hände noch das Dach. Und dann wurde zünftig gefeiert.

Und die zweite Feier fand auch schon statt. Nachdem wir den Weihnachtsbaum aufgestellt hatten, wurde im Dorfgemeinschaftshaus gefeiert. Noch provisorisch, aber schon gemütlich. Fotos seht ihr unter >erleben/feste<

Winterpause gibt es auf der Baustelle nicht. Die Fenster sind eingebaut, die Isolierung ist drin und die Sanitärräume wurden fertig gemauert. Mittlerweile ist der Innenputz komplett erledigt und mit dem Außenputz wurde begonnen.

Ende März wurden die Hausanschlüsse und das Abwasserrohr gelegt. Ein Stahlofen sorgt bereits seit Wochen für angenehme Temperaturen bei den Innenarbeiten. Somit konnte die erste Versammlung der Dorfgemeinschaft im Dorfgemeinschafthaus am 20. April 2012 stattfinden. Die Resonanz der Mitglieder auf den neuen Dorfmittelpunkt war eindeutig. "Spitze!", "Super!" hörte man in jeder Runde und an den Tischen. In 2300 Arbeitsstunden ist bereits jetzt etwas entstanden, was sich sehen lassen kann.

Mittlerweile sind sind wir in der Phase, wo Eigenheimbesitzer bereits die ersten Möbel ranschleppen würden. Nicht so bei uns. Das Dorfgemeinschaftshaus bekommt vorher den letzten Schliff. Farbe ist angesagt und ein Garbecker Fliesenlegermeister hilft uns bei den Sanitärräumen. In den nächsten Wochen gehts dann ab in den Steinbruch. Martin wird ein Mäuerchen für die Ewigkeit bauen.

Während der Fliesenleger letzte Hand anlegt, wird die Decke mit einem Akustikputz versehen. Auch hierbei hilft uns ein Garbecker Meister. Und Martin`s Mäuerchen wächst stetig.

Fliesenarbeiten und Akustikputz sind nun fertig und die letzten Feinarbeiten beginnen. Für den Bullerofen wird ein Sockel aus Naturstein gebaut und wieder ist Farbe angesagt. Der Elektriker muss noch etwas klemmen, Walter noch etwas schrauben und dann wird der Tanzboden verlegt.

Der Tanzboden liegt, die Heizung ist fast komplett und die Sanitäranlagen sind fertig. Zwischen Dorfgemeinschaftshaus und Grillhütte wurde eine Terrasse angelegt und gepflastert.

Nachdem unsere maskulinen Grobmotoriker mit viel Elan dem Dorfgemeinschaftshaus den vorletzten Schliff gegeben haben, rückten am 15.09.2012 die Frauen an, um die Hütte auf Hochglanz zu bringen. Fotos seht ihr unter "erleben/arbeitseinsätze". Somit können die ersten offiziellen Feiern in unserem Dorfgemeinschaftshaus stattfinden. Noch sind wir nicht ganz fertig, aber auf das bisher erreichte können wir stolz sein. Und sind es auch!

Die Heizung ist rechtzeitig zur kalten Jahreszeit fertig geworden, eine kleine Küche ist eingebaut und die Theke sowie Kühlschränke sind geliefert. Sylvester kann kommen.

Und es war eine herrliche, wunderbare und berauschendeZwinkernd Sylvester-Party. Alle anwesenden Dorfgemeinschaftsmitglieder und die Gäste waren begeistert von unserer schmucken Hütte. Gemütlich eingerichtet und geschmückt zeigt sich beeindruckend, was die Dorfgemeinschaft hier geleistet hat. Jetzt werden wir das Dorfgemeinschaftshaus mit Leben füllen. Darauf freuen wir uns.

Mittlerweile seht ihr unter <erleben/aktuell> schon die Fotos der dritten Sylvesterfeier.

Der Tag der Einweihung rückt näher. Gott-sei-Dank spielt nun auch das Wetter mit und es wird mit Hochdruck an den Außenanlagen gearbeitet. Jetzt, Ende Juni, biegen wir auf die Zielgerade ein. Der Zaun ist bis auf wenige Meter fertig, die Begrenzungsmauer bis auf einige Fugenarbeiten ebenfalls und der Kinderspielplatz ist teilweise bereits grün. Mit den Pflasterarbeiten unter dem Vordach wurde begonnen und nun nimmt das Projekt Dorfgemeinschaftshaus Gestalt an.

Am 08.07.2013 wollten wir nur die Pflastersteine bereitstellen und die Pflasterarbeiten vorbereiten. Um 19.00 Uhr wurde begonnen und dann zeigte sich, was die Jungs "drauf haben". 22.30 Uhr war die Sache erledigt. So kaputt und so zufrieden sind die Burschen wohl selten nach Hause geschlichen.

Eigentlich sind wir fertig. Aber was heisst das schon ....fertig? Hausbesitzer werden Nie fertig. Hier noch ein bißchen....dort noch eine Kleinigkeit....ach ja, die Büsche müssen auch noch geschnitten werden. Aber am Tag der Einweihung wird es dann heissen...."erledigt!"

Die Einladungen sind raus. Am 15.09.2013 feiern wir die Einweihung unseres neuen Dorfmittelpunktes. Wer sich die Bildfolge noch einmal in Ruhe von oben nach unten anschaut, kann so in etwa erahnen, was hier geleistet wurde. Geleistet nicht nur für die Gegenwart, sondern für die Zukunft des Dorfes. Und wenn unsere Enkel in vielen Jahren hier ein Bier trinken, können sie stolz sein auf die Leistung ihrer Väter und Großväter. "Die Wand da hat mein Opa gemauert!" "Und mein Opa hat die Balken gesetzt!"

Wenn es so kommt, dann haben wir Alles richtig gemacht!